Klein aber fein – Shops mit Herz und Seele: Magisches Moos


In diesem Jahr stelle ich euch jeden Monat einen kleinen Shop vor, betrieben von leidenschaftlichen, künstlerischen und kreativen Menschen. Sie verkaufen dort was sie selbst erschaffen haben, liebevolle Einzelstücke und Unikate wie man sie bei keiner großen Firma findet. Mit jedem dieser leidenschaftlichen Menschen führe ich für euch ein kleines Interview und zeige euch natürlich einige schöne Stücke aus ihren Händen.
Vielleicht findet ihr in einem der Shops etwas, wenn ihr das nächste mal ein schönes Geschenk für jemanden sucht oder euch selbst eine Freude machen wollt. Ich liebe es Kleinhändler zu unterstützen und sie darin zu bestärken, mit ihrer Arbeit weiter zu machen.
Heute freue ich mich sehr euch Fey Solanum vorzustellen die wunderschöne magische Ware in ihrem Onlineshop Magisches Moos vertreibt. Fey, die sich selbst als Wild Native Freespirit Witch betitelt, stellt mir viel Liebe Kerzen, Kartendecks, Öle, Witchbottels und einiges mehr her. Ihr findet Fey übrigens auch bei Instagram und bloggend bei Intuitiv Magie.

Liebe Fey,

neben Schmuck, Kerzen und anderen magischen Dingen verkaufst du unter anderem eigene Kartensets. Wie bist du auf Idee gekommen ein Runen-Kartenset zu entwickeln?

Das mit dem Runendeck kam durch einen Zufall. Ich arbeitete bereits einige Jahre mit normalen Runen Steinen, war aber schon immer mehr der Kartentyp. Also ging ich auf die Suche nach schönen Runenkarten. Irgendwie gefielen mir die Interpretationen so gar nicht, denn mit jeder einzelnen Rune verband ich ein Gefühl und diese spiegelten sich in Farben und Formen wieder. Also startete ich ursprünglich das Projekt nur für mich. Das Ziel war es das Gefühl, welches mir die Runen gaben in künstlerischer From festzuhalten. Als ich das Deck fertig in meinem Händen hielt war klar das ich es mit der Welt teilen will. Und so stellte ich es probeweise in den Shop. Als Menschen anfingen mit ihnen zu arbeiten war ich unglaublich Glücklich, so hatte ich etwas für mich und andere geschaffen.

Wie sahen deine Anfänge aus? Ich könnte mir vorstellen, dass du früher viele Dinge wie Kerzen & Co für dich selbst angefertigt hast. Wie kamst du dazu, dich selbstständig zu machen?

Liebevoll nenne ich es „meinem Ruf folgen“. Der Wunsch meinen kleinen eigenen Laden zu haben ergab sich vor Jahren als ich anfing meine Kerzen zu verschenken. Die Reaktionen waren immer positiv. Ich hatte nur immer Angst davor den Schritt zu gehen, denn die Bürokratie in Deutschland kann sehr Einschüchternd sein. Mein streben etwas SINNvolles, kreatives zu arbeiten hat mir dann die letzte Hemmschwelle genommen und ich bin ins kalte Wasser gesprungen. Meine erste Kollektion entstand und ging online. Als ich das machte, noch ohne ein Artikel verkauft zu haben, wusste ich das DAS meine Berufung ist.

Gibt es etwas – ideell gesehen – was du mit dem Verkauf deiner Stücke bewirken möchtest?

Als das Magische Moos geboren wurde, war klar das es ein Online Shop wird. Nichts desto trotz sollte stets der Austausch und persönliche Kontakt im Vordergrund stehen. Mir ist ganz wichtig den Menschen auf einer persönlichen Ebene zu berühren. Meine Dinge sollen einen emotionalen Nutzen haben, Freude, Kraft, Mut und Hoffnung schenken. Das merke ich besonders bei den Kerzen oder Seelenpüppchen. Ganz wichtig ist mir ebenso das es sich nicht um Massenware handelt. Ich mache lieber 10 Unikate als 10 mal das selbe.


An welchen Produkten hast du selbst bei der Herstellung oder beim späteren Betrachten des Ergebnisses die meiste Freude?

Alles was ich herstelle bereitet mir auch Freude beim Betrachten, aber tatsächlich erfüllt mich der Moment kurz vorm schließen des Paketes am meisten. Jedes Päckchen wird nach einem bestimmten Aufbau verpackt und zurecht gelegt. Ich erfreue mich dann an der Farbenpracht und schicke einen liebevollen Gedanken an die neue Besitzerin (den Besitzer) und wünsche mir das sie so viel Freude beim erkunden hat, wie ich beim zusammenstellen. 🙂

Wer oder was inspiriert dich bei deiner Arbeit am meisten?

Inspiration findet sich in Momenten, Gesprächen, der Natur oder unter der Dusche.
Überall und Nirgendwo. Ich liebe es durch Geschäfte oder Flohmärkte zu tiegern, Materialien anzufassen und im Kopf zu einem Produkt zu machen. Und selbstverständlich arbeitet meine liebe Muse ganz wundervoll. Sie hat stets einen musischen Kuss für mich übrig.

Smudge Sticks selbst binden

Am Wochenende hatte ich endlich mal wieder Zeit eigene Räucherbündel zu schnüren. Smudge Sticks hast du bestimmt schon einmal gesehen oder sogar in der Hand gehabt, im Internet erleben sie gerade einen regelrechten Trend. Meine allerersten Erfahrungen mit Smudge Sticks hatte ich vor vielen Jahren in Form von weißem Salbei den man in diversen Esoterikgeschäften kaufen kann, mittlerweile sogar in Yogaläden oder sogar Buchhandlungen. Die Benutzung ist denkbar einfach:
Den Stick aus trockenen Kräutern am oberen Ende anzünden und die Flamme durch Pusten oder wedeln nach einigen Sekunden löschen, so dass die Pflanzenenden glimmen und rauchen. Nun kann man mit dem Stick durch die Wohnung gehen, ihn durch die Luft ziehen oder einfach nur auf eine feuerfeste Unterlage legen. Bei letzterem geht er allerdings häufig relativ schnell wieder aus. Wenn man die Räucherung beenden möchte, erlischt man die Glut indem man den Stick in Erde oder Sand drückt, oder ihn auf einer feuerfesten Unterlage ausglimmen lässt.
Früher habe ich meine eigenen Sticks hauptsächlich aus Beifuß gebunden, ein sehr altes und traditionsreiches Kraut welches man unter anderem ganz wunderbar zum Reinigen und Räuchern verwenden kann. In diesem Jahr habe ich geguckt, was mein Garten noch so zu bieten hat.


Für meine Bündel habe ich dieses mal wie immer zwei Beifußarten genutzt die bei uns im Garten wachsen, außerdem zwei Sorten Minze und verschiedene Rosen.
Du kannst alle Pflanzen einbinden die ungiftig sind und sich zum räuchern eignen. Eine Liste mit Beispielen findest du unter anderem hier, oder du kaufst dir entsprechende Literatur wie das empfehlenswerte „Räuchern mit heimischen Kräutern: Anwendung, Wirkung und Rituale im Jahreskreis„.


Du benötigst: frische Pflanzen/Kräuter, eine Schere, Garn – am besten reißfester Bindfaden oder anderes Naturmaterial
Zuerst sammelst du die entsprechenden Kräuter und legst sie nach Sorten getrennt vor dir hin.
Dann legst du dir ein Bünde auf verschiedenen Kräutern zusammen. Am besten sind die Kräuter ungefähr gleich lang, kürzere Blätter oder Blüten verteilst du gleichmäßig. Ich schneide mir das untere Ende immer auf eine Höhe gerade zurecht.
Dann wickelst du den Faden fest und mehrfach um das untere Ende des Bündels und wanderst nach einigen Umrundungen schräg nach oben. Achte darauf das zwischen den Fäden ein Abstand von ca. 1cm entsteht und die Blätter idealerweise alle in eine Richtung liegen um vom Faden erfasst zu werden. Ein eher straffes Zusammenbinden trägt Sorge dafür, dass beim späteren räuchern nicht so viele noch glimmende Pflanzenteile aus dem Bündel herausfallen und unkontrolliert durch die Gegend fliegen.


An der Spitze angekommen wickelst du einfach von oben nach unten zurück, dabei den Faden entgegengesetzt führen so das ein Netz entsteht. Verlief der Faden zum Beispiel auf dem Weg nach oben noch schräg nach rechts oben, verläuft er jetzt schräg nach links unten.

Unten angekommen umrundest du das Ende noch zwei bis drei Mal und verknotest den Faden. Lass einige Zentimeter Faden übrig damit du die Smudge Sticks zum Trocknen aufhängen kannst.
Je nach Kräuterwahl, Dicke und Länge der Sticks, brauchen sie verschieden lange Zeit um komplett durchzutrocknen. Sobald sie trocken sind, kannst du sie verschenken oder selbst verräuchern. Viel Spaß damit!

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Juni Liebe & unser Beltaine in Glastonbury

Wow, bald ist schon die erste Hälfte des Jahres 2017 ins Land gezogen. Die erste Jahreshälfte zählt blogtechnisch nicht unbedingt zu meinen Hochleistungen. Gerade einmal acht acht mal habe ich es geschafft zu bloggen, meist ein Beitrag pro Monat. Was ist denn da los?
Natürlich hat gerade in der Anfangsphase unser Rising Women Tribe Projekt eine Menge Zeit gefressen. Dafür haben wir schon viele kleine und große Erfolge verbuchen können und freuen uns sehr auf die kommenden Veranstaltungen im Sommer. Nachdem unser Rotes Zelt in Hattingen so viel Anklang gefunden hat, veranstalten wir am 2. Juli in Herten ein weites Rotes Zelt im Ruhrpott und nur ein Wochenende später, findet unser Tagesworkshop Sister Tribe – feel the vibe in Herford statt.
Ein weiteres Projekt nimmt mich momentan in jeder freien Minute in Anspruch und erfüllt mich mit Vorfreude, Aufregung und einigen Ängsten gleichzeitig. Wenn große Träume wahr werden, ist dort stets auch schnell die Angst vor dem Versagen, der Perfektionismus und die leisen Stimmen des Zweifels. Aber sie geben sich schnell zufrieden und werden leiser wenn sie bemerkt, anerkannt und gewürdigt werden.


In der Zeit vor unserem Handfasting waren wir eine Woche in Glastonbury um dort Beltaine zu feiern. Nachdem ich in den letzten Jahres jeden Herbst in Glastonbury zu Gast war, ist es ein ganz besonderes Erlebnis gewesen eines meiner Lieblingsfeste dort zu feiern. Einen schönen Eindruck der Festlichkeiten vermittelt mein kleiner Videomitschnitt.
Für alle die sich das ganze Ritual ansehen möchten gibt es ein sehr schönes Video auf Youtube:

Glastonbury im Mai hat im Vergleich zum Spätsommer einen ganz eigenen, besonderen Reiz. Das Wetter war überwiegend sonnig und warm, der Weißdorn blühte und die Menschen waren gewohnt freundlich und herzlich. Neben den Festlichkeiten, der Drachenprozession am Vortag des 1. Mai, unseren schönen Ausflügen und einem wundervollen, spontanen, kraftvollen Ritual und Bad in der White Spring mit unserer lieben Margo Awanata, schlossen wir unseren Aufenthalt mit einem grandiosen Konzert von Damh the Bard ab.

Tja und wenn mit all dem nicht schon genug Zeit beansprucht wäre, stecke ich auch noch mitten im Kurs „Intuitiv Plant Medicine“ von Asia Suler. In der Zeit von Beltaine bis zur Sommersonnenwende widme ich mich dem Pflanzenreich, meinen Pflanzenverbündeten, schamanischen Techniken, der Traumarbeit und vielen mehr. Eine Arbeit von der ich jetzt schon weiß, dass sie die acht Wochen übersteigen wird, denn jedes Thema bietet genug Raum, Stoff und Erfahrungen um noch viel tiefer einzutauchen.

Frohen Mutes blicke ich über den Juni hinaus auf die zweite Jahreshälfte und bin mir sicher, bald wieder mehr Zeit zum bloggen zu finden <3

Unser wundervolles Handfasting

Heute sind es schon 21 Tage, die vergangen sind seit mein Mann und ich uns in Irland noch einmal ein Eheversprechen gegeben haben. Bereits kurz nach unserer Verlobung im November 2015 stand für uns fest, dass wir uns nicht nur standesamtlich trauen lassen wollten, sondern auch ein Handfasting feiern möchten. So genossen wir im Juli 2016 unsere standesamtliche Hochzeit und widmeten uns kurze Zeit später der Planung für unsere keltische Zeremonie.

Welcher Ort wäre passender für ein solches Ritual als die Insel, die nicht nur eine der größten Lieben meines Lebens ist, sondern auch noch der Ort, an dem ich an jenem verregneten Novembertag im vorletzten Jahr meinen Heiratsantrag bekommen habe?! Wir wussten: Unser Handfasting wird in Irland stattfinden!

Statt einer pompösen Feier mit vielen Menschen, luden wir nur enge Freunde mit einem Sinn für unsere Art der Spiritualität ein, eine Woche mit uns in Irland zu verbringen. –Funfact am Rande: Es ist bei weitem günstiger für fast 20 Menschen eine Woche lang eine Unterkunft in Irland zu stellen, als eine Boho-Hochzeit an einem einzigen Nachmittag und Abend zu feiern.-
Gemeinsam verbrachten wir sieben Tage in einem gemütlichen großen Cottage am Fuße eines Berges nahe Sligo. Die Zeit vor und nach dem großen Tag verbrachten wir mit wunderschönen Ausflügen in die Umgebung. Eirè beglückte uns mit einem unglaublichen Wetter. Jeden Tag gab es sommerliche 20 Grad, Sonne und blauen Himmel.

Das Handfasting fand am ersten Vollmond nach Beltane statt. In einer Prozession ging es hinauf auf einen schön gelegenen Hügel zu einem megalithischen Court Tomb. Dort erwartete uns unsere Freundin und Ritualleiterin Aine. Unsere Freundinnen Ravena und Betty räucherten alle Teilnehmenden ab und schon bald standen wir alle im Kreis im Herzen dieses mystischen Platzes.
Im Rahmen des Rituals wurden wir unter anderem als Paar durch die vier Elemente geführt, mussten den Stürmen des Lebens trotzen, uns gegenseitig reinen Wein einschenken, gemeinsam durchs Feuer gehen und uns gegenseitig Halt und Stütze geben. Darauf hin kamen wir zum Kern des Handfastings, bei dem sich das Paar die Hände reicht und diese mit einem sogenannten Handfasting Cord – einem meist gewebten oder geknüpften Band – zusammen gebunden werden. Während wir mit gebundenen Händen im Zentrum des Kreises unserer Liebsten standen, wurde uns erneut ein Eheversprechen abgenommen bevor wir einen irischen und einen druidischen Segen erhielten.

Bevor das Ritual mit Wein und Kuchen zum Ende kam, hatten wir großen Spaß bei einem gemeinsamen Kreistanz, der für allgemeine Erheiterung sorgte und uns noch Tage und Wochen später einen Ohrwurm verpasste.
Glücklich und bewegt fuhren wir Abends zurück in unser Cottage, warfen den Grill an, labten uns an dem großen Buffet zu dem jeder etwas beigesteuert hatte, lachten und redeten, tanzten zu den Klängen von Gitarre, Bodhrán und Flöte und lauschten gälischem Gesang bis tief in die Nacht.

Unsere Hochzeit im letzten Jahr war einfach wunderschönen, eine wahre Traumhochzeit, die mir immer in Erinnerung bleiben wird. So ganz anders und so wundervoll war unser Handfasting in diesem Jahr. Nach all dem Stress um die Organisation unserer großen Boho-Feier, war ich dieses Jahr die Gelassenheit in Person. Es gab keinen wirklichen Plan, dieses Mal lies ich einfach alles laufen, überzeugt davon dass es sich fügen würde und genau so wird, wie es sein soll. Es gab nur die mündliche Einladung an unsere Gäste, das Cottage, die Hin- und Rückreise. Erst einen Abend vor dem Ritual sprachen wir erstmals etwas näher über Ablauf und Organisation. Mein Mann und ich ließen uns größtenteils einfach treiben und überraschen. Obwohl es im Vorhinein auf privater und zwischenmenschlicher Ebene viele Unruhen und Konflikte gab und sich das Frühjahr dieses Jahres als wirklich anstregend, kräfte- und nervenzehrend zeigte, in Irland fühlte sich alles nur noch hundertprozent richtig an. Alles war genau so gekommen wie es sein sollte und es waren genau die richtigen Menschen dort. Im Vorhinein war so viel passiert, was schlussendlich nicht nur reinigend sondern auch bereichernd gewesen ist und uns als Paar noch enger zusammen gebracht hat. Der Ort war perfekt, das Wetter war perfekt, die Stimmung war perfekt. So intensiv und berührend unsere Hochzeit war, so bewegend und ergreifend war unser Handfasting. Eine unvergessliche Zeit, für uns und für unsere Gäste.

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Klein aber fein – Shops mit Herz und Seele: Goddess My Inspiration


In diesem Jahr stelle ich euch jeden Monat einen kleinen Shop vor, betrieben von leidenschaftlichen, künstlerischen und kreativen Menschen. Sie verkaufen dort was sie selbst erschaffen haben, liebevolle Einzelstücke und Unikate wie man sie bei keiner großen Firma findet. Mit jedem dieser leidenschaftlichen Menschen führe ich für euch ein kleines Interview und zeige euch natürlich einige schöne Stücke aus ihren Händen.
Vielleicht findet ihr in einem der Shops etwas, wenn ihr das nächste mal ein schönes Geschenk für jemanden sucht oder euch selbst eine Freude machen wollt. Ich liebe es Kleinhändler zu unterstützen und sie darin zu bestärken, mit ihrer Arbeit weiter zu machen.
Nachdem ich letzten Monat nicht zu einer Shopvorstellung gekommen bin, stelle ich euch heute im Rahmen meiner „Klein aber fein – Shops mit Herz und Seele“ den Shop „Goddess My Inspiration“ von Betty vor. Die Einnahmen welche mit den Schmuckstücken erzielt werden, fließen in das Projekt Goddess Temple Berlin. Mehr dazu findet ihr auch in diesem Interview mit den beiden Gründerinnen des Tempelprojektes Betty und Angela.


Wie bist du dazu gekommen, Schmuck & Co herzustellen?
Die Idee hatte ich schon länger,aber nie die Muße/Zeit sie umzusetzen. Erst kurz bevor ich in Pension ging, vor etwa zwei Jahren begann ich ganz langsam. Zunächst mit Brandmalerei auf kleinen Holzstückchen…. Göttinnen und Runen/Ogham, sowie Räucherfächern bestimmten Göttinnen zugeordnet (Federn/Holz/Anhänger) dann sprudelten die Ideen nur so heraus. Manchmal waren die schneller,als ich mit dem Fertigen nachkam 🙂 .  Es war ja auch nicht immer das benötigte Material vorhanden geschweige denn entsprechendes Werkzeug. Im Laufe der Zeit habe ich eine ganz ordentliche Sammlung von Werkzeugen, inkl. einem kleinen Schraubstock, zusammengetragen, so dass es an nix mehr fehlt.

Was inspiriert dich?
Mich inspirieren ganz eindeutig die Göttinnen des keltischen, germanischen, ägyptischen Pantheons, aber auch anderer Kulturen. Außerdem meine vielen, selber künstlerisch tätigen, Freunde. Auch lange Spaziergänge in der Natur, bei denen ich immer wieder geeignete Geschenke bekomme, wie Federn, Steine oder Holz. Manchmal habe ich gar keine genaue Vorstellung,was ich basteln möchte. Dann gehe ich raus, finde ein Stück Weißdornholz und sehe vor meinem geistigen Auge den fertigen Anhänger 🙂


Gibt es etwas – ideell gesehen – was du mit dem Verkauf deiner Stücke bewirken möchtest?
Ich möchte mit meinen Kreationen die Göttin, die Natur ehren, aber auch unser Projekt „Goddess Temple Berlin“ unterstützen, das sich noch im Aufbau befindet.

Gibt es jemanden oder etwas, dass großen Einfluß auf dich und deine Arbeiten hat?
Wie schon unter Punkt zwei erwähnt, haben meine Künstler-Freundinnen großen Einfluss auf meine Arbeiten. Sie inspirieren mich,schenken mir neue Ideen. Überhaupt ist mein ganzes Leben kreativer/künstlerischer geworden.

Trägst du selbst Schmuckstücke aus deiner Herstellung?
Ich trage meine Schmuckstücke selber, ja, und benutze auch die Räucherfächer in meiner Ritualarbeit. Ich bin sehr erfüllt und dankbar diese Möglichkeit entdeckt zu haben, meiner künstlerischen Ader Ausdruck verleihen zu können.

 

 

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Klein aber fein – Shops mit Herz und Seele: Yncana stained glass

In diesem Jahr stelle ich euch jeden Monat einen kleinen Shop vor, betrieben von leidenschaftlichen, künstlerischen und kreativen Menschen. Sie verkaufen dort was sie selbst erschaffen haben, liebevolle Einzelstücke und Unikate wie man sie bei keiner großen Firma findet. Mit jedem dieser leidenschaftlichen Menschen führe ich für euch ein kleines Interview und zeige euch natürlich einige schöne Stücke aus ihren Händen.
Vielleicht findet ihr in einem der Shops etwas, wenn ihr das nächste mal ein schönes Geschenk für jemanden sucht oder euch selbst eine Freude machen wollt. Ich liebe es Kleinhändler zu unterstützen und sie darin zu bestärken, mit ihrer Arbeit weiter zu machen.
Heute stelle ich euch im Rahmen meiner „Klein aber fein – Shops mit Herz und Seele“ Reihe Lydia Eslinger vor. Lydia verkauft unter Yncana stained glass und fertigt auch auf Wunsch sehr schöne, ausgefallene und indiviuelle Tiffany-Kunstwerke. Vor allem naturreligiöse, heidnische Motive wie Göttinnen, keltisches und nordisches könnt ihr bei ihr bestauen. Ihr könnt über ihre fb Seite oder per Mail mit ihr Kontakt aufnehmen. Lest hier das Interview mit ihr:

Wann bist du das erste Mal mit Tiffany-Glaskunst in Berührung gekommen?
Das kann ich so genau eigentlich gar nicht sagen. Es begann alles mit Window Colours. Eine ehemalige Arbeitskollegin in Essen, in den 90er Jahren, machte mich mit dem Malen mit diesen Farben bekannt, was mir sehr gut gefiel und ich als Hobby übernahm. Dafür habe ich eine Menge Vorlagenhefte gekauft – und darunter waren nicht unerheblich wenige Tiffany-Vorlagen-Hefte. Die Vorlagen dieser Tiffanyhefte waren einfach schöner, meiner Meinung nach.

Ich sah also, dass es noch eine andere Welt gab… eine Welt, in der diese tollen Bilder nicht gemalt, sondern dauerhaft aus Glas hergestellt wurden. Das fand ich interessant. Die Window Colours-Bilder verblassten irgendwann oder, wenn sie auf Folie gemalt wurden, rollten sie sich ein oder wurden wellig… sie waren leider total ungeeignet als dauerhaften Raumschmuck. Und wenn ich die Bilder direkt aufs Glas, also die reine Farbe ohne Trägerfolie, applizierte, dann bekam ich das Bild nach einigen Monaten nicht mehr herunter. Das musste ich feststellen, als ich aus einer Wohnung auszog und die ganzen Motive mit einem Glasspachtel abkratzen musste… war nicht schön. Aber in Glas wären alle diese Bilder quasi für die Ewigkeit – sofern man es nicht herunterwirft. Und ab- und aufhängbar, wann und wo und wie man es möchte.

Irgendwann machte ich mich schlau, was man alles für dieses Hobby benötigt und welche Voraussetzungen man erfüllen sollte.

Eine dieser Voraussetzungen bestand aus einem Kurs – und den machte ich dann vor ungefähr 5 Jahren. Ich war sofort Feuer und Flamme! Meine Window Colours (eine MENGE Farben, bestimmt über 300 Fläschchen) plus Vorlagenhefte plus Folien verschenkte ich – ich benötigte den Platz halt anderweitig.


Woher nimmst du deine Inspiration für deine Werke?

Die „klassischen“ Tiffanymotive interessieren mich nicht so… Libellenlampen und Blümchen und Hundewelpen und so weiter. Ich finde es halt faszinierend, heidnische, naturreligiöse Motive in Glas umzusetzen. Götter und Göttinnen, Symbole, Runen, die Elemente… das sind Motive, die mich begeistern und die ich gern fertige.

Allerdings habe ich eine Anfrage nach einem Motiv ohne heidnischen Background noch nie abschlägig behandelt. Meistens steckt eine Geschichte hinter einem solchen Motiv, und das macht es zu etwas Persönlichem. Außerdem probiere ich gern neue Motive aus.


Kannst du dich noch an deine erste Arbeit erinnern?
Meine erste Arbeit habe ich im Verlauf des Kurses angefertigt – eine liegende Katze. Diese Katze habe ich auch nach wie vor noch, weil es einfach mein erstes Werkstück ist. Sie ist alles andere als perfekt. Aber sie ist mein Startpunkt. Das zweite Motiv war ein Frettchen, das Männchen macht – ein Geschenk für eine Freundin, die selber mehrere Frettchen hält. Das dritte Motiv war ein röhrender Hirsch im Grün, ein Geschenk für eine weitere Freundin – ihr Krafttier ist der Hirsch. Und das vierte Motiv war ein kompliziertes Triskel, auch ein Geschenk an eine Freundin.

Gibt es etwas – ideell gesehen – was du mit dem Verkauf deiner Stücke bewirken möchtest?
Im Allgemeinen möchte ich es gern sehen, dass heidnische Motive weiter verbreitet werden, dass Heidentum und Naturreligion zu etwas ganz Normalem werden. Und dass Tiffany als Handwerk wieder gefragt wird, weil es einfach wunderschön ist, ein Spiel mit den unterschiedlichsten Gläsern, mit Farben und Formen. Tiffany ist Handarbeit, und das ist etwas Kostbares.

Im Speziellen freue ich mich darüber, wenn Hexen und Asatru und Keltoi und Schamanen und Magier (und was es eben alles gibt), Werkstücke von mir auf ihre Altäre stellen und sich ins Fenster hängen und sich daran freuen. Das ist ein gutes Gefühl.


Unter all den Kunstwerken die du bisher erschaffen hast, gibt es eines an dem du besonders hängst oder von dem du dich nur schwer trennen konntest?
Ooooh ja. Das gab es. Ich habe vor vier Jahren ein Windlicht hergestellt, ein Geburtstagsgeschenk für eine Arbeitskollegin. Ich bin von einer anderen Kollegin gefragt worden, ob ich das machen würde… und ich sagte zu, weil mich die Aufgabe reizte.

Ein vierseitiges Windlicht mit vier verschiedenen keltischen Knoten-Motiven in unterschiedlichen Farben wurde es. Der Boden bestand aus Spiegelglas. Was soll ich sagen? Es ist wunderschön geworden. Es ist sogar traumhaft schön geworden. Es war so toll, dass es mir sehr, sehr schwer fiel, mich davon zu trennen. Ich muss es noch einmal machen – irgendwann. Wenn ich die Zeit dafür finde.


Finden sich in deiner Wohnung auf Tiffany-Werke von anderen Künstlern?
Bislang nicht. Dazu muss man allerdings auch sagen, dass Tiffany als Handwerk zum einen nicht (mehr) sehr verbreitet ist, zum anderen diejenigen, die sich damit beschäftigen, nicht unbedingt naturreligiöse Motive bevorzugen. Und naturreligiöse Motive sind wirklich meine Lieblingsmotive.

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Klein aber fein – Shops mit Herz und Seele: Holles Wollfärberei

In diesem Jahr werde ich euch jeden Monat einen kleinen Internetshop vorstellen, betrieben von leidenschaftlichen, künstlerischen und kreativen Menschen. Sie verkaufen dort was sie selbst erschaffen haben, liebevolle Einzelstücke und Unikate wie man sie bei keiner großen Firma findet. Ich stelle sie euch in kleinen Interviews vor und zeige euch natürlich einige schöne Stücke aus ihren Händen.
Vielleicht findet ihr in einem der Shops etwas, wenn ihr das nächste mal ein schönes Geschenk für jemanden sucht oder euch selbst eine Freude machen wollt. Ich liebe es Kleinhändler zu unterstützen und sie darin zu bestärken, mit ihrer Arbeit weiter zu machen.
Heute stelle ich euch im Rahmen meiner „Klein aber fein – Shops mit Herz und Seele“ Reihe Holles Wollfärberei vor. Claudia Rumbler verkauft auf Märkten und über ihre Facebook Gruppe wunderschöne selbstgefärbte Wollstränge. Lest hier das Interview mit ihr:

Du hast bzgl. der Färberei und des Malens mit Stoffen und Seide begonnen. Wie sahen deine Anfänge genau aus?
In meiner Kindheit habe ich viel Zeit bei meiner Großmutter verbracht und ihr beim Spinnen und Verarbeiten der Wolle zugeschaut. Der Geruch von Wolle und das Surren des Spinnrades hat mich durch meine Kindheit begleitet. Ich liebe den Geruch, den Umgang mit dem Material, die Haptik und Vielfalt der Möglichkeiten.
Ich färbe und male schon seit vielen Jahren auf Stoffen und Seide. Als ich begann Wolle zu färben, begeisterte mich das Material und die Vielfalt der Möglichkeiten.
Bei der Verarbeitung verbinde ich das sinnliche Wollvergnügen mit dem kreativen Prozess des Färbens.
Es bereitet mir Freude, Dinge herzustellen und mit Farben zu arbeiten. Im kreativen Fluss zu sein, heißt für mich, im Prozess zu sein, mich immer wieder weiter zu entwickeln, neue Techniken auszuprobieren und Farbkreationen zu entwerfen.
Einige der Stränge sind nach produzierbar, andere sind Unikate. So habe ich die Möglichkeit immer wieder Neues zu entdecken um im kreativen Fluss zu bleiben.

Wie bist du dazu gekommen Wolle zu färben?
Ich bat eine Freundin mir beizubringen, wie man Socken strickt. Wir saßen gemeinsam mit Freunden in einer Runde und boten ein kunterbuntes Farbspiel. Als ich dann nach Hause fuhr hat es mich nicht mehr losgelassen. Ich begann mich mit Wolle und Färbungen zu beschäftigen und nach Möglichkeiten zu suchen meine Ideen kreativ umzusetzen.

Mit welchen Mitteln färbst du? Benutzt du bestimmte Materialien, Pflanzenteile oder ähnliches?
Ich färbe mit Säurefarben, die dem neuseeländischen Öko Tex Standard entsprechen. Zum Vorbehandeln und Waschen verwende ich nur Bioprodukte und auch das Fixieren erfolgt mit natürlichen Mitteln.

Gibt es etwas – ideell gesehen – was du mit dem Verkauf deiner Stücke bewirken möchtest?
Es ist mir wichtig, das die Wolle mulesingfrei ist, die Schafe artgerecht gehalten und die Transportwege kurz gehalten werden. Ich bin stets auf der Suche nach Garnen, die diesen Anforderungen entsprechen.
Eine schonende Verarbeitung, mit Zuhilfenahme natürlicher Mittel ist Grundvoraussetzung um die Wolle zu schonen und die Umwelt nicht zu belasten.

Hast du einen Lieblings Farbton in deiner Wollpalette?
Ich liebe Violett/Lila und Grün Kombinationen

Verarbeitest du deine Wolle auch selbst, beim stricken oder häkeln und falls ja, gestaltest du auch Dinge für dich selbst oder eher Geschenke für andere Menschen?
Ich stricke meine Färbungen auch selbst, einerseits um sie zu verschenken, als Schaustücke oder auch für mich selbst.
Es macht mir immer wieder Spaß, neugekaufte Wolle zu färben um herauszufinden, wie sich diese beim Färben, Stricken oder Tragen verhält. Die Färbungen verhalten sich bei jedem Muster anders, manche Muster werden von den Farben verschluckt, andere hervorgehoben.

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Sunday Sweets


Happiness cannot be traveled to, owned, earned, worn or consumed. Happiness is the spiritual experience of living every minute with love, grace, and gratitude. -Dennis Waitly

Nach einer längeren Pause ist mir dieses Wochenende mal wieder nach meinen Sunday Sweets. Die Idee dazu hatte ich schon vor zwei oder drei Tagen, denn die vergangenen zwei Wochen war ich zeitweise etwas mies drauf. Kraftlos, müde und allem voran seeeehr lustlos. Was hilft das besser als sich auf das zu fokussieren, wofür man dankbar ist?!

  • Vergangenes WE haben meine Mädels und ich es endlich geschafft, mein JGA-Revival zu feiern. Da wir letzten Sommer so viel Spaß hatten, wollten wir gerne nochmal zusammen ausgehen und das Tanzbein schwingen.
  • Endlich mal wieder einen Yoga-Worksohp besucht. Es ging um Ernährung, grüne Smoothies und natürlich auch um Yoga <3
  • Momentan schaffe ich es tatsächlich jede Woche mindestens 1x ins Yogastudio und das tut unheimlich gut. Es zeigen sich auch schon erste Fortschritte hinsichtlich Kraft, Gleichgewicht, Ruhe und Beweglichkeit.
  • Von meinen Mann überrschanderweise einen ganz tollen Strauß Rosen zum Valentinstag bekommen.
  • Auf dem Geburtstag einer Freundin gewesen, angegrillt, super leckeren Kuchen gegessen und mit meinem Geschenk für Freude gesorgt.
  • Ein neues Buch gefunden – Strala Yoga – mit ganz vielen bebilderten Übungsreihen. Find ich super 🙂
  • Lustige Stunden auf der Arbeit gehabt und viel gelacht.
  • Wieder einen Schritt weiter gekommen mit dem Projekt „Hausrat ausmisten“ und erfolgreich einige Sachen bei ebay losgeworden.
  • Ganz viel mit wundervollen Menschen ausgetauscht und viel Liebe bekommen.
  • Spontan meine Freundin auf der Arbeit besucht und einen netten Plausch gehabt.
  • Sonnenschein, erste Frühlingstemperaturen und Schneeglöckchen genoßen.
  • Mit den Katzen geschmust.
  • Meine tolle gebatikte Manduka-Yogatasche war gestern in der Post.
  • Dieses WE noch auf zweit weiteren Geburtstagen gewesen/eingeladen.

Wofür bist du heute dankbar? Genießt du die süßen Seiten des Lebens? Fühle dich eingeladen mit dieser Frage in den Tag zu gehen, deine eigene Liste zu schreiben, zu bloggen, bei facebook zu posten oder sie einfach nur für dich in deinem Herzen zu halten!

Fastenzeit 2017 – 7 weeks offline

by rheabambulu.tumblr.com
 

 

Vielleicht kennt ihr das auch: Ständig erreichbar sein & fast immer online.
Oft denke ich am Ende des Tages oder wenn ich nur mal ganz kurz was online erledigen wollte: „Was ist das Internet doch für eine Zeitfressermaschine!“

Nachdem ich in den vergangenen Jahren in der traditionellen Fastenzeit zwischen Karneval und Ostern mehrfach Negativtität oder alte Gewohnheiten gefastet habe, möchte ich mein Augenmerk in 2017 auf meinen Online- und damit vor allem auf meinen Handykonsum richten.
Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich für meinen Teil verbringe  deutlich zu viel Zeit mit meinem Handy, genauer gesagt: Mein Smartphone.
Es ist so praktisch! Den ganzen Tag über kann ich mich mit Freunden austauschen und Kontakte aufrecht erhalten. Eben mal eine Voicemail senden ermöglicht mir schnell viele Infos weiterzugeben ohne in einem Telefonat festzuhängen. Langeweile an der Bahnhaltstelle – mal eben Mails checken und bei Facebook reingucken.
Schöne Motive und tolle Momente sofort auf Instagram mit meinen Followern teilen. Bei jedem unbekannten Wort, interessanten Tipp oder einem Einfall das Handy zücken und die Suchmaschine befragen. Immer eine Kamera dabei haben und auch immer nachsehen können, wieviel Uhr es gerade ist. So manche sich wie Kaugummi ziehende Stunde im Wartezimmer eines Arztes kann kurzweilig überbrückt werden. Timer oder Wecker stellen, Musik hören, Einkaufslisten schreiben und lesen. Und so weiter und so fort…

Doch wenn ich alle 10 Minuten versucht bin auf mein Handy zu gucken, weil ich keine Nachricht verpassen will oder nicht einmal konzentriert ein Buch lesen kann, weil ich in der Zeit mehrfach Begriffe nachschlage, Querverweise weiterverfolge etc., dann wird es irgendwann echt nervig. Während ich Filme oder Serien gucke, auf Spaziergängen, beim Sport, in der Badewanne, in der Pause auf der Arbeit, beim Einkaufen, während ich ein Buch lese… Mein Handy ist omnipräsent.
Außer Nachts, da ist es lautlos am Strom in einem anderen Raum abgelegt.

Ich wünsche mir, mich wieder unabhängiger zu fühlen. Die Ruhe und Gelassenheit, nicht an mein Handy zu denken, nicht erreichbar sein zu müssen. Wieder mit Achtsamkeit und Konzentration voll dabei sein und mich wirklich auf Dinge einlassen zu können ohne durch ständiges „aufs Handy gucken“ rausgerissen zu werden.  Daher habe ich mir vorgenommen meinen Smartphonekonsum in der 40tägigen Fastenzeit vom 01. März bis zum 15. April drastisch zu reduzieren. Dazu mein Fünf-Punkte-Plan:

Back to the Roots, oder: Schön dich wiederzusehen Armbanduhr
Ich trage seit Jahren keine Uhr mehr. Wozu auch? Ich habe ja immer mein Handy dabei und kann darauf sehen wie spät es ist. Leider verführt das natürlich zu ständigem „aufs Handy gucken“, Nachrichten von Whats App und Co bleiben nicht unbemerkt und schwupps bin ich in einen Chat vertieft oder öffne zum gefühlt tausensten Mal an diesem Tag meine Facebook App.
Daher wird mein Handgelenk bald wieder von einer Armbanduhr geziert sein.

Feste Zeiten
Ich plane mir ca. drei Mal am Tag Zeit für mein Handy zu nehmen. Morgens, am Mittag oder Nachmittag und Abends. Schließlich möchte ich meine sozialen Kontakte weiter aufrechterhalten und auch geliebte Apps wie Instagram benutzen. Ein Großteil meiner Zeit geht bisher für unkontrollierte Nutzung des Handys drauf, aber es geht mir nicht darum mein Smartphone zu verteufeln und es gar nicht mehr zu nutzen. Wie heißt es so schön: Die Dosis macht das Gift.

Infos an meine Freunde
Natürlich werde ich meinen Freunden von meinem Vorhaben berichten. Nicht, dass sich jemand Sorgen macht, weil ich plötzlich längere Zeit nicht antworte. Ich werde darum bitten mich bei wirklich wichtigen, dringenden Anliegen einfach anzurufen.

Byebye Apps
Einige Apps werde ich mindestens für die Fastenzeit – und evtl. darüber hinaus – löschen. Zum Beispiel meine Facebook App inkl. Messenger. Wenn ich wissen will was bei Facebook so passiert ist, werde ich mich wie früher an meinen Computer setzen und nachsehen. Zum Glück spiele ich nichts auf meinem Smartphone, sonst würde ich die entsprechenden Apps auch direkt mit entfernen.

Flugzeugmodus
In einigen Situationen, werde ich auf meinem Smartphone einfach den Flugzeugmodus aktivieren. Wenn keine Meldungen reinkommen bin ich gleich weniger stark in Versuchung „nur mal kurz nachzulesen“ was denn da los ist auf meinem Bildschirm.

Ehrlich gesagt, hab ich dieses Jahr ganz schön Respekt vor der Fastenzeit, denn was ich vorhabe wird mir echt schwer fallen. Ich erinnere mich noch an den ein oder anderen Tag der vegangenen Jahre, an dem ich mein Handy zu Hause vergessen hatte. Wie oft ich am Tag irgendwas nachgucken wollte, automatisch in meiner Tasche nach dem Handy gewühlt habe… Es war wirklich erschreckend und darüber hinaus wirklich unangenehm. Die Gewohnheiten sitzen tief, aber vielleicht kann ich einige davon in den bald kommenden 40 Tagen dauerhaft ablegen.

Wie immer seid ihr herzlich eingeladen, euch meinem Fastenvorhaben anzuschießen und euren eigenen Handy- und/oder Onlinekonsum für sieben Wochen zu reduzieren. Wenn ihr Lust habt meldet euch bei mir, hinterlasst vielleicht einen Kommentar, bloggt über euer Vorhaben oder nutzt wie ich in der Fastenzeit den Hasttag #7weeksoff . Denn Gemeinschaft gibt Rückhalt und Motivation.
Natürlich werde ich für euch auf Glowing Life  über meine Erfahrungen bloggen.

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Klein aber fein – Shops mit Herz und Seele: Holzarbeiten & Schmuck von DarkWoodenPath

Heute starte ich mit meiner neuen Serie „Klein aber fein – Shops mit Herz und Seele„. In diesem Jahr werde ich euch jeden Monat einen kleinen Internetshop vorstellen, betrieben von leidenschaftlichen, künstlerischen und kreativen Menschen. Sie verkaufen dort was sie selbst erschaffen haben, liebevolle Einzelstücke und Unikate wie man sie bei keiner großen Firma findet. Ich stelle sie euch in kleinen Interviews vor und zeige euch natürlich einige schöne Stücke aus ihren Händen.
Vielleicht findet ihr in einem der Shops etwas, wenn ihr das nächste mal ein schönes Geschenk für jemanden sucht oder euch selbst eine Freude machen wollt. Ich liebe es Kleinhändler zu unterstützen und sie darin zu bestärken, mit ihrer Arbeit weiter zu machen.

Den Anfang macht Nina mit ihrem erst wenige Monate alten Shop DarkWoodenPath. Dort verkauft sie wunderschöne Pyrografiearbeiten, darunter Kerzenhalter, Haarforken, Tarotboxen und Runen. Darüber hinaus stellt sie verwunschenen Schmuck her und blogt regelmäßig auf dark wooden path der Blog.


Wie bist du zur Pyrografie gekommen?
Ich war schon immer ein kreativer Mensch und habe gern verschiedene Sachen ausprobiert.  Am Zeichnen habe ich mich auch schon früher mal versucht, aber mit der fertigen Zeichnung konnte ich dann meist nicht so viel anfangen. Papier ist so vergänglich, und irgendwie mag ich lieber Dinge, die man in seinen Alltag, sein Leben einbauen kann…  Als ich dann in einem Geschäft einen Brandmalkolben sah, war ich sofort begeistert. Dinge aus Holz mochte ich schon immer gern, und diese dann noch kreativ zu verschönern, schien einfach die perfekte Sache für mich zu sein.
Zu Halloween 2014 hatte ich mich dann zum allerersten mal an einem etwas aufwändigeren Projekt versucht. Das war ein Frühstücksbrettchen, welches ich für einen Swap mit Kürbissen, Fledermäusen und Grabsteinen verschönert hatte. Damals wusste ich noch nichts über die verschiedenen Holzarten, und dass man besser naturbelassenes Holz verwendet. Es war also leider ziemlich schwierig, das geleimte Holz zu bearbeiten, aber das Ergebnis gefiel mir trotzdem sehr gut, und der neuen Besitzerin zum Glück auch. In der Zeit danach habe ich immer mal wieder kleinere Sachen gebrannt, und ein Jahr später ist dann meine erste hölzerne Kerzenscheibe entstanden, wieder mal für einen Swap und diesmal auf schönem, natürlichen Holz. Das Brandmalen war trotz anfänglicher Schwierigkeiten so eine Sache, die mir einfach Spaß gemacht hat, und der ich also treu geblieben bin.
Was war es für ein Gefühl, sich selbstständig zu machen?
Auf jeden Fall ein gutes Gefühl! Auch wenn ich natürlich nur nebenberuflich selbstständig bin, ist das doch irgendwie ein Gefühl von Eigenständigkeit, Freiheit. So kann ich meine Ideen ausleben, immer wieder neues entwerfen, selbst entscheiden. Für sich selbst braucht man ja nicht so viel, und mein Umfeld kann ich auch nicht immer nur mit hölzernen Dingen beschenken. Durch den Shop habe ich eine Möglichkeit gefunden, mich kreativ ausleben zu können, und ich freue mich wirklich jedes mal, wenn ich wieder ein Stück auf die Reise schicken darf.

Kannst du dich noch an deinen ersten Verkauf erinnern?
Oh ja! Eine ganz bezaubernde Dame namens Karmindra hat eine Baumscheibe mit Yggdrasil, dem Lebensbaum, gekauft 🙂 Das hat mich unheimlich darin bestärkt, weiterzumachen, und ich habe mit total gefreut, dass du meine erste Käuferin warst! Anfangs war ich mir noch sehr unsicher mit dem Shop, alles war so neu. Aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, es macht wirklich Spaß. Ein wenig Stress und Grübelei am Anfang gehören wohl einfach dazu.
(Anmerkung der Redaktion: Die Baumscheibe war ein Geburtstagsgeschenk für eine liebe Freundin, obwohl ich sie am liebsten selbst behalten hätte)


Gibt es etwas – ideell gesehen – was du mit dem Verkauf deiner Stücke bewirken möchtest?
Es wäre schön, wenn sich wieder mehr Menschen mit der Natur verbinden und zurück besinnen würden, einfach ursprünglicher leben würden. Heutzutage muss ja immer alles schnell gehen, oftmals fehlt einfach die Zeit für sich selbst. Dabei hat fast jeder einen Wald oder eine schöne grüne Wiese in der Nähe, einen Platz, an dem man sich entspannen und zu sich kommen kann. Ein kleines Ritual im Freien ist natürlich am besten, aber das geht leider nicht immer. Zuhause kann man sich auch einen ruhigen Moment für sich selbst nehmen, sich sammeln, und vielleicht seine Wünsche formulieren. Und wenn meine Stücke dabei helfen können, ist mir das schon sehr viel wert. In der Natur kann man so viele kraftvolle Symbole finden, nur leider sind wir oft zu sehr im Alltag gefangen, um sie wahrzunehmen. Ich finde den Gedanken schön, darauf aufmerksam zu machen und ein wenig von der Magie einzufangen und weiterzugeben.

Gibt es ein Lieblingsstück, dessen Verkauf dir schwer fiel oder was du am liebsten selbst behalten würdest?
In jedes Stück fließt viel Zeit und Liebe, ich versuche jedes einzelne Teil so zu machen, als wäre es für mich selbst. Es fällt mir also eigentlich immer schwer, mich von einem Teil zu trennen. Aber da gibt es zwischendurch immer mal das ein oder andere Stück, an dem ich besonders hänge… Vor einiger Zeit habe ich eine Kerzenscheibe mit Waldtieren verkauft, da fiel es mir schon etwas schwerer. Aber wenn sich der/die neue Besitzer/in freut, freu ich mich auch.


Würde ich in deiner Wohnung Pyrografiearbeiten finden, die du für dich selbst hergestellt hast?
Ja, so ein paar Sachen gibt es hier in unserem Häuschen. Eine hölzerne Box für meine Tarotkarten hatte ich mit dem Auryn aus der „Unendlichen Geschichte“ verziert, dann gibt es da noch eine Yggdrasil-Kerzenscheibe, welche man immer zur kalten Jahreszeit auf unserem Wohnzimmertisch findet. Meinen kleinen Schreibtisch im Wohnzimmer hatte auch mal irgendwann mit den Mondphasen verschönert, und ganz zuletzt ist da noch der „Baumbart“ entstanden, der jetzt bei uns an der Wand hängt. Aber ich denke, dass da noch das eine oder andere Teil dazu kommen wird.

Hier findet ihr Ninas Etsy-Shop DarkWoodenPath.

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