Fastenzeit – 7 weeks spontaneity & adventure

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Gestern Abend hat mich das Fräulein Fuchs via Twitter darauf angesprochen, ob es dieses Jahr wieder eine Fastenaktion auf meinem Blog geben würde. In den letzten zwei Jahren habe ich pünktlich zur Fastenzeit das siebenwöchige Negativitätsfasten ausgerufen. In diesem Jahr hatte ich mir schon ein paar Gedanken gemacht. Möchte ich das ganze zum dritten Male wiederholen? Könnte ich die Fastenzeit vielleicht zu etwas anderem nutzen? Nach einem kurzen inspirierenden Austausch mit Fräulein Fuchs steht doch noch ganz spontan kurz vor Beginn der Fastenzeit ein neues Thema für dieses Jahr:

7 weeks spontaneity & adventure
-7 Wochen Spontanität und Abenteuer-
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wir handeln meistens aus unserer Gewohnheit heraus, unser Tag ist geprägt von festen Abläufen und Ritualen. Am Morgen klingelt zum Beispiel der Wecker immer zu gleichen Zeit, wir gehen ins Bad, putzen uns die Zähne mit der Zahnpasta die wir immer kaufen, stellen uns unter die Dusche und gehen der ganz gewohnten Morgenroutine nach. Daran ist natürlich erst einmal nichts auszusetzen, dennoch bringen wir uns durch unsere routinierten Abläufe und Gewohnheiten um viele neue Erfahrungen, um Achtsamkeit und die Chance auf echte Abenteuer. Dinge anders zu machen als wir es gewohnt sind bringt unser Gehirn in Schwung. Wieso diesem wichtigen Organ in unserem Kopf zu Beginn des Frühjahres nicht einmal eine eigene Frische- und Verjüngungskur gönnen?! Jedes Mal wenn wir etwas neues ausprobieren das wir noch nie getan haben, wenn wir etwas auf eine ungewohnte Art und Weise tun oder in anderen Bahnen denken als sonst trainieren wir unser Gehirn wie einen Muskel. Neue Verknüpfungen entstehen und das Gehirn verändert sich, bleibt dadurch frisch und jung.
Neben Gewohnheiten können uns auch Ängste davon abhalten neues auszuprobieren, uns einmal anders zu verhalten und ungewöhnliche Entscheidungen zu treffen. Faulheit und Bequemlichkeit sind weitere Feinde der Spontanität und des Abenteuers. Wieso sollte ich denn etwas anders machen? Es ist doch viel gemütlicher und entspannter den bereits asphaltierten Weg unsere gepflegten Gewohnheiten zu gehen als sich mit einer Machete durch das Dschungeldickicht neuer Versuche und Experimente zu schlagen.

Ich rufe hiermit alle Mitmachbegeisterten zu einer neuen Runde der ganz besonderen Fastenzeit auf. Wer Lust und Laune hat darf sich vom 18.2. bis zum 8.4.2015 dem siebenwöchigen Versuch anschliessen von alten Gewohnheiten und eingestaubter Routine zu fasten. Wie genau sieht diese Fastenzeit aus?

Wir versuchen so viele Dinge wie möglich zu tun die neu für uns sind. Dies kann im Großen wie im Kleinen sein, egal ob ich Morgens den Wecker mal 15 Min später stelle und mir dafür die Zeitung spare über die ich mich vor der Arbeit sowieso nur aufrege, andere Wege zur Arbeit/Freunden/Terminen fahre als ich sie sonst nehme, meine Zähne mit der linken Hand statt wie gewöhnlich mit der rechten putze, mal eine Mahlzeit komplett mit den Fingern esse oder ob ich große, vielleicht etwas verrückt anmutende Dinge tue wie spontan für ein Wochenende in eine Stadt oder ein Land zu reisen das ich noch nicht kenne, Bungee zu jumpen oder mich ganz alleine zu einem 5 Gänge Menü aus zu führen. Es geht darum die Alltagsroutine zu hinterfragen, öfter mal spontan zu sein, Verabredungen spontan treffen, neues ausprobieren, so oft wie möglich in den sieben Wochen das Wunder der Achtsamkeit zu erfahren wenn man etwas zum ersten Mal erlebt und tut. Du trägst normalerweise nur Hosen? Wie fühlt es sich an mal einen Tag im Rock unterwegs zu sein? Zum Frühstück gibt es immer Brötchen und Kaffee? Probiere doch mal einen heißen ayurvedischen Grießbrei. Dein Meeting am Nachmittag fällt aus? Wer hätte Zeit sich spontan mit dir zu treffen? Hast du dich schon mal in den Regen gestellt und dich ganz bewusst durchnässen lassen? Oder den ganzen Tag ohne Handy, PC und Fernseher verbracht? Wolltest du vielleicht immer schon Ashtanga Yoga ausprobieren, dir die Haare rot färben oder ein Schwimmabzeichen nachholen? Brich aus deinen alten Bahnen aus, gönne dir sieben Wochen lang das Abenteuer und sieh was geschieht. Mach dich frei von Staub und Winterblues, gönne dir von innen und außen frischen Wind.

Alles was ihr dazu tun müsst ist einen Kommentar unter diesem Beitrag zu hinterlassen. Wenn ihr einen Blog habt freue ich mich über Beiträge zu euren Erfahrungen, ihr könnt auch wieder einen entsprechenden Banner einbinden.

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Bei Instagram, Twitter etc. könnt ihr eure Beiträge zur Fastenzeit mit dem Hashtag #7wspontaneity kennzeichnen. So sieht man auf einen Klick was wir erleben und welche Erfahrungen wir machen. Natürlich gibt es auch wieder zum Überblick eine Liste mit allen Mitfastenden. Ich freue mich über eure Anmeldungen, auch Spät- und Quereinstiege nach dem 18.2. sind möglich!

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2 Kommentare
  1. Sarita
    Sarita says:

    Das hört sich toll an! Ich mache mit 🙂 Eine kleine Symbiose aus deiner Idee und der Konsumfasten-Idee der Wilden Wölfin.
    Ich bin mal gespannt, wie es läuft 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Sarita

    Antworten
  2. Vilwarin
    Vilwarin says:

    Liebe Karmindra,
    eine tolle Idee für die Fastenzeit ! Ich bin etwas spät dran, um noch mitzumachen, habe mir aber vorgenommen, in nächster Zeit mehr meiner Sehnsucht nach Abenteuer und kleinen Verrücktheiten nachzugehen.
    Interessanterweise hat mein eigenes Fastenexperiment – 40 Tage lang auf Zucker zu verzichten (http://wachimwind.blogspot.de/2015/03/zuckerfasten.html) – mich genau darauf gebracht. Ich habe entdeckt, was ich verdränge und „weg-esse“, wenn ich immer wieder zur Schoki greife – wichtige Gefühle und Bedürfnisse, die gehört werden wollen. Und eins davon ist die Abenteuerlust ! Ich will nun wieder mehr „Wildnis schnuppern“ – draußen übernachten, einfach mal in unbekannter Gegend wandern, vielleicht wieder mal auf einer Bühne auftreten…
    Danke für die Inspiration ! Und viel Spaß bei der Spontanität !
    Vilwarin

    Antworten

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